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IBM Domino ist in der Neuzeit angekommen

12 Feb

An einem Kurs für Fachvorgesetzte von Auszubildenden habe ich folgenden Satz aufgeschnappt und mir verinnerlicht: “Ihr müsst Euren Absolventen keine Prüfungsaufgabe in Form von ‘vergleiche Programmiersprache A mit B und bewerte welche besser ist’ stellen. Das Resultat ist von Anfang an klar”. Gespannt hatte ich auf die Antwort gewartet. Nach einer dramatischen Pause, dann die Erlösung: “Es ist immer die Sprache, die der Absolvent am Besten beherrscht”.
Eigentlich einleuchtend, und trotzdem absolut signifikant für die folgenden Ausführungen. Mir ist bewusst, dass ich vielen Lotus Notes Jüngern der alten Garde jetzt ziemlich Kopfschmerzen bereite, aber ich habe gelernt, dass der Blick in den Spiegel dann notwendig ist, wenn es nicht gut läuft.
Blicken wir ganz kurz in den Spiegel. Der Markt im Lotus Notes Sektor ist abnehmend. Neue, junge Entwickler zu finden, ist extrem schwierig und viele Verkaufsargumente für Lotus Notes Projekte sind hinfällig. Und wo liegt das Problem? “Schlechtes IBM Marketing” höre ich immer wieder, oder “Feature X, Funktion Y wurde nicht realisiert”. Nein das Problem ist leider 30cm vom Spiegel entfernt. Wir haben verpasst, dass die einmalige Sonderstellung von Lotus Notes / Domino von der Zukunft überholt wurde. Wir hatten über DesignPattern, MVC und 3 Tier Strukturen gelacht. Uns über Datenbankanbindungen amüsiert, Versionsabhängikeiten bewitzelt und uns hinter der Einmaligkeit von Lotus Notes versteckt, wenn es um neuartige Programmierung ging.
Und damit ist ein grosse Graben entstanden. Welche Programmiersprache ist die Beste? Die die ich gerade am Besten kann. An den Universitäten und Berufsschulen wurde JAVA, PHP und Integrationen mit mySQL unterrichtet. Junge Menschen lernten von der Basis her objektorientiert Programmieren, Businesslogik vom PresentationLayer zu trennen und das Thema Datenhaltung war in den Händen der RDBMS Fanatiker. Anstelle sich dieser Realität zu stellen, und das gute an den Denkstrukturen zu adaptieren, haben wir es als “Nicht Relevant” abgetan…. bis jetzt!

Aber der Domino Server ist in der Neuzeit angekommen. Vermutungen, die ich hatte, wurden an der Lotussphere bestätigt. Liebe Freunde, der Domino Server ist ein toller JAVA Application Server geworden, ohne die Schwerfälligkeit von Datenbankanbindung, komplexer Administration und unhandlichem Deployment. Nein, einfach ein RockSolid Server, der ein OSGi Layer hat, mit XPages ein auf JSF basierendes Presentation Framework, die Businesslogik kann in der Applikation direkt als JAVA Klassen abgelegt werden und dazu noch der beste dokumentorientierte Store, den man sich vorstellen kann.

Wenn wir jetzt noch das Vocabular der Neuzeit lernen und unseren Kunden selbstsicher die neuartige Architektur, sowie die Zukunftssicherheit des gesamten Framework erklären können, wird diese Plattform wieder hochattraktiv für junge, motivierte und innovative Entwickler. Und welcher Server ist der beste Server? Natürlich der Server, den ich am besten kenne.

Und eigentlich müsste das der Domino Server sein:
– Userverwaltung, Rollen und Rechtekonzept: DONE und bis auf Datenlayerimplementiert
– Anbindung an Storage: DONE (inkl. genialer Suchenginge)
– 3 Tier Struktur: Presentationlayer: XPages, BusinessLogik: JAVA, Storage: NSF
– Graphischer Desigern: Vorhanden.

Die Liste der Killerfeatures könnte ich noch erweitern (zb. offene Standards), aber passen wir das Vocabular an und sprechen wir die Sprache der Informatikmassen.

 
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Posted by on February 12, 2012 in Domino, Java, XPages

 

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