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Die Welt smarter machen?

15 Mar

Als ich 13 Jahre alt war, war ich total in ein Mädchen meiner Parallelklasse verliebt. Nun was tut man im Haifischbecken von 13 Jährigen Jungs, um sich selber zu positionieren? Man sucht einen USP (Unique Selling Proposition), ein Alleinstellungsmerkmal. Nun weder mit sportlicher Leistung, noch genialem Aussehen, war etwas zu machen, also habe ich meine Vision vermittelt. In einfachen Worten gefasst habe ich in einem Brief behauptet, dass ich eine Strategie hätte, um den Hungern in Afrika zu bekämpfen.

Als ich heute die Beacon Award Finalist – Auszeichnung in den Händen hielt, musste ich unweigerlich an diese Geschichte denken. Wir (die WebGate Consulting AG) haben einen Preis gewonnen, weil wir mittels Collaboration Software versuchen die Welt Smarter zu machen. Und wo machen wir das? In Afrika! Und wie machen wir das? Wir bringen Bauern mit Produzenten zusammen und helfen dabei, dass die Konditionen zwischen Bauern und Produzenten von Anfang an klar geregelt sind, wie auch die Transportkosten. Neben transparenten Preisen, führt dies auch zu einer besseren Wertschöpfung, und dies ist in der Nahrungsmittelproduktion extrem wichtig, da ich glaube, dass wir in 10-20 Jahren eine weltweite Nahrungsmittelknappheit sehen.

Ich behaupte, dass die Bekämpfung der Armut dazu führen wird, dass Nahrungsmittel viel stärker veredelt werden müssen, was zu einem höheren Rohstoffbedarf bedeutet. Naja, dazu später mal ein paar Gedanken.

Ist eine Vision wahr geworden? Ich glaube nicht so wirklich. Mein mutiger Brief von damals enthält aber eine grosse Sehnsucht: Ich will, dass mein Leben zählt, dass es wertvoll ist. Eine Sehnsucht, die mich persönlich antreibt eine extra Meile zu gehen und mehr zu investieren, als normal.

Ich glaube aber, dass viele Menschen diese Sehnsucht mit mir teilen. Wer will schon ein Leben, das nicht zählt? Die Beacon Award Finalist Auszeichnung ist für mich die Rosine auf dem Kuchen. Während den letzten 10 Jahren durfte ich erleben, wie durch Gott mein Leben plötzlich zählbar wurde. Ich hatte das Privileg, dass ich eine tolle Jugendarbeit aufbauen durfte, die etliche Junge Menschen zu einer lebendigen Beziehung mit Gott geführt hat. Wir konnten die Kids und Teeniedays ins Leben rufen und erleben jetzt wieder eine ganz spannende Zeit.

Ich bin aber auch gespannt, wie es mit unserem Engagement in Afrika weiter geht. Die Welt smarter machen, bedeutet, dass im Einzelfall auch Verzicht gefordert ist. Die Welt smarter machen, bedeutet viel Demut und Bescheidenheit und viel mehr ringen um wirkliche Lösungen. Vieleicht wussten die Franziskaner Mönche ein grosses Geheimnis als sie ihr Motto Ora et Labor definierten….

… to be continued

 
2 Comments

Posted by on March 15, 2012 in Gedanken, Leadership

 

2 responses to “Die Welt smarter machen?

  1. Gisela

    March 28, 2012 at 3:38 pm

    Und was ist aus dem Mädchen geworden?

     
    • guedebyte

      April 9, 2012 at 7:30 am

      Gute Frage 🙂 Nun sie hat sich nicht in mich verliebt und ist jetzt verheiratet und Mutter von 2 Kindern.

      Btw. der Strategie war aber richtig. Auch im letzten Kapitel der Sprüche wird Lemuel vorgeschlagen, dass er seine Aufgabe kennen soll. Seine Aufgabe kennen, bzw. ein Ziel im Leben haben ist sehr attraktiv, aber es braucht bedeutend mehr Aufwand um das zu vermitteln.

       

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